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Digitalisierung in der Immobilienbranche: Viel Gerede, wenig Umsetzung

Fehlt der Coolness-Faktor? Eine Einordnung, was in der Immobilienwirtschaft wirklich cool ist

Die Immobilienbranche hat ein Imageproblem – zumindest, wenn man sie mit anderen Wirtschaftszweigen vergleicht. Besonders IT-Fachkräfte, die branchenübergreifend tätig sind, nehmen den Sektor oft als veraltet und wenig innovativ wahr. Doch woran liegt das? Und wie kann die Immobilienwirtschaft ihre Attraktivität steigern?

Matthias Höppner, Geschäftsführer von RecToCon Deutschland, hat im VDV Magazin einen Gastbeitrag verfasst, in dem er genau diese Fragen beleuchtet. Er stellt fest:

„Der Coolness-Faktor der Immobilienwirtschaft lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Und dies hat mehr Ursachen, als man zunächst annehmen möchte.“

Digitalisierung in der Immobilienbranche: Viel Gerede, wenig Umsetzung

Digitale Transformation ist ein zentraler Trend in vielen Wirtschaftszweigen – doch in der Immobilienbranche bleibt sie oft hinter den Erwartungen zurück. Während andere Sektoren datengetriebene Prozesse etablieren, setzt man hier weiterhin auf analoge Strukturen. IT-Fachkräfte, die Innovationen vorantreiben könnten, meiden die Branche häufig aufgrund ihres traditionellen Images. Auch WEG-Verwalter:innen berichten von Herausforderungen durch fehlende automatisierte Buchhaltung und veraltete Abläufe.

Dabei bietet PropTech, also die Digitalisierung im Immobiliensektor, enormes Potenzial. Durch den gezielten Einsatz von KI-gestützten Analysetools, automatisierten Prozessen und Cloud-Lösungen könnte die Branche effizienter und attraktiver für Fachkräfte werden.

Unternehmenskultur: Authentizität statt oberflächlicher Benefits

Ein modernes Unternehmen definiert sich nicht durch Obstkörbe oder Kickertische, sondern durch eine klare Unternehmenskultur. Höppner betont:

„Ein intern schlecht agierendes Unternehmen bleibt dennoch ein intern schlecht agierendes Unternehmen.“

Employer Branding wird zunehmend wichtiger, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Führungskräfte müssen authentisch agieren und eine nachhaltige Unternehmenskultur fördern, anstatt bloß trendige Begriffe wie New Work und Purpose zu verwenden, ohne diese mit Leben zu füllen.

Recruiting: Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Immobilienbranche

Die Basis für eine innovative Branche beginnt mit der richtigen Personalstrategie. Unternehmen sollten sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Werte vertreten wir?
  • Welche Vision verfolgen wir?
  • Wie gestalten wir unser Recruiting authentisch und zielgerichtet?

Wie Höppner richtig feststellt:

„Man glaube es kaum, aber tatsächlich fängt alles bereits beim Recruiting an. Denn das, was man für sich selbst intern rekrutiert, das holt einen schnell, hoffentlich positiv oder ggf. auch negativ, wieder ein.“

Durch eine gezielte Ansprache von wechselmotivierten Fachkräften und eine klar definierte Employer-Branding-Strategie kann die Immobilienbranche nicht nur innovativer, sondern auch wettbewerbsfähiger werden.

Fazit: Mehr Coolness durch Innovation und klare Strukturen

Die Immobilienwirtschaft hat die Chance, sich durch Digitalisierung, moderne Recruiting-Ansätze und eine authentische Unternehmenskultur neu zu positionieren. Wer Innovationen fördert und seine Führungskräfte befähigt, echte Leadership zu übernehmen, kann langfristig im Wettbewerb bestehen.

Den vollständigen Gastbeitrag von Matthias Höppner im VDW Magazin finden Sie hier.

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